Alles Gute im neuen Jahr

Wiedermal findet Hermann Hesse die für mich und hoffentlich auch für Euch richtigen Worte

Neues Erleben

Wieder seh ich Schleier sinken,
Und Vertrautestes wird fremd,
Neue Sternenräume winken,
Seele schreitet traumgehemmt.

Abermals in neuen Kreisen
Ordnet sich um mich die Welt,
Und ich seh mich eiteln Weisen,
Als ein Kind hineingestellt.

Doch aus früheren Geburten
Zuckt entfernte Ahnung her:
Sterne sanken, Sterne wurden,
Und der Raum war niemals leer.

Seele beugt sich und erhebt sich,
Atmet in Unendlichkeit,
Aus zerrissenen Fäden webt sich
neu und schöner Gottes Kleid.

Hermann Hesse

In diesem Sinne wünsche ich allen Freunden, Kollegen Lesern und Followern ein gutes, impulsreiches und natürlich erfolgreiches Jahr 2010.

Posted via web from dr. meder & cie

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Der Sprachlotse

Gut, ich habe die Rufe vernommen: Es gab Leser/innen, die in Mails und Kommentaren fragten, warum der blog einen englischen Namen habe – Languange- Linguistics – Communication. Na, weil mir in dem Moment nichts anderes eingefallen ist – und so richtig gut fand ich die Lösung auch nicht. Ich habe die Hinweise also als Anlass zum Nachdenken genommen und das Ergebnis ist nun: Der Sprachlotse. So soll er nun heißen. Damit keine Missverständnisse entstehen, ich will damit nicht der Fraktion das Wort reden, die meint, in unserer Sprache gäbe es zuviel Anglizismen; richtig ist aber das es manchmal auch übertrieben wird. Juttas Schreibblog zitiert dafür heute zwei schöne Beispiele. Ich hatte hier ja schon mal darauf hingewiesen, dass englische Fachbegriffe durchaus ihren Sinn haben und nicht krampfhaft verdeutscht werden müssen.

Aber im Titel dieses Blogs schien es mir auch nicht erforderlich. Daher nun der Sprachlotse mit eigener URL: http://www.DerSprachlotse.de.

Mal was anderes: Moleskin

MSH9Ein Thema, das mit Sprache nur ganz am Rande zu tun hat:  Wie präpariere ich mein Moleskin-Notizbuch?
Ich setze das Buch seit Jahren schon für die Sammlung von Aufgaben, Ideen und Hinweisen, Berichten, Protokollen, Gedicht-, Geschichten- und Seminarideen ein. Ja, richtig, man kann auch kostengünstigere Notizbücher bekommen, aber die Moleskins haben neben dem Nimbus, dass auch größere Geister (Auf den Schultern von Riesen …) Notizbücher dieser Art schon verwendet haben, auch eine ganz besondere Haptik.  Ich jedenfalls bin bereit, dafür ein bisschen mehr auszugeben …
Nunja, meine Moleskins begleiten mich also überall hin. Eine Zeitlang hatte ich auch immer noch einen Kalender dabei. Die moderne Technik hat mich dann aber dazu gebracht, meine Termine mit meinem mobilen Telefon („Smartphone“) und mit meinem Computer zu verwalten.
Einige Male hat mich diese Technik aber schon im Stich gelassen und ich musste meine Termine aus dem Gedächtnis und den Notizen rekonstruieren.  Ich habe dann doch wieder eine Sicherheitkopie meiner Termine auf Papier erstellt. Manchmal ist die langfristige Terminplanung auf Papier doch schneller und übersichtlicher. Ich habe aber nicht wieder einen zusätzlicher Kalender eingeführt, sondern den Kalender in meine Moleskin-Notizbücher integriert.
Dergleichen „Moleskin-Hacks“ werden an verschiedener Stelle beschrieben. Christian Mähler berichtet in seinem Notizbuchblog regelmäßig darüber.

Hier nun meine Variante einen Kalender in ein Moleskin-Notizbuch zu integrieren. Hauptproblem für mich ist, dass ein Moleskin  maximal für 2-3 Monate reicht.  Ich wechsel also alle 2-3 Monate das Notizbuch und der Kalender muss mit.

Zutaten

  • Moleskin A5
  • Selbstklebender Haftstreifen
  • Software Calender2Excel Excel-Macro von Nohmad Shamshad
  • A6-Post-its mit Linien
  • Farbige Reiter

Zunächst wird der Kalender ausgedruckt und an der kurzen Seite der A4-Blätter gelocht. Dann der Heftstreifen bestigt, die Schutzfolien am Klebestreien entfernt und dann auf die Tasche hinten im Notzizbuch geklebt (Vorsicht: So einkleben, dass sich die Tasche noch öffnen läßt). Nun werden die Kalenderblätter so gefaltet, dass sie nicht herausragen.

Auf der gegenüberliegenden Seite werden einige Seiten der A6-Post-Its eingeklebt. Sie dienen als (mobile) Aufgabenliste („ToDo“).
Jetzt noch die farbigen Reiter an den entsprechenden Seiten befestigen, um bestimmte Notizbereiche zu markieren, Seiten numerieren (für Verweise!) – fertig!

Den Bereich mit dem gelben Reiter nutze ich übrigens für Notizen zum Sprachgebrauch, der mir so auffällt. Für diese Notizen beschreibe ich das Notizbuch von der letzten Seite ausgehend und klebe den gelben Reiter immer auf die vordere Seite dieses Bereiches – so finde ich die Sprachnotizen immer ganz schnell.

Die Kalenderseiten lassen sich durch den eingekleben Heftstreifen leicht mit ins neue Notizbuch nehmen (ins nächste Buch wieder einen Hefststreifen kleben). Wer mag kann auch Ausdrucke aus seinem PC-Kalender auf diese Weise in sein Moleskin-Notizbuch einheften.

Wenn die Bilder in dieser Galerie zu sein sollten hier gibt sie nochmal in größer.